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Wo ankern?

 

Es gibt viele Möglichkeiten einen Ankerpunkt zu wählen. Wichtig ist mir dabei nicht, wo man seinen Kontakt zwischen Zughand und Körper herstellt, sondern welche Stellung der Körper einnimmt.

  • Man braucht eine möglichst gerade Linie zwischen Pfeil und Unterarm der Zughand. Nur so kann man gerade nach hinten Lösen, was ein verreißen des Pfeils beim Ablass erschwert.
  • Diese Linie soll in der Höhe zwischen der Unterkante des Auges und der Unterlippe verlaufen. Nur so sieht man den Pfeil, was eine Erleichterung für bewusstes Visieren und unterbewusstes Zielen ist.
  • Es muss sich gut anfühlen. Andernfalls deutet die Haltung auf irgend ein gekünsteltes Gekrampfe hin, was ich für grundfalsch halte.
  • Bei einem Bogen aus Naturmaterial darf man in dieser Haltung im vollen Auszug nicht zu lange und nicht unterschiedlich lange verharren. Naturmaterial verliert mit jeder gehaltenen Sekunde etwas Rückschnellkraft, und bei Überbelastung kann das auch dauerhafte Verformungen am Bogen hervorrufen.

 

Mein Ankerpunkt ist mit dem körperinnersten Zeigefingergelenk (das am Übergang von Handfläche zum Finger) an einem Punkt zwischen Ohrläppchen und Kotelettenbart.

Andere Möglichkeiten aus den Handbüchern wären:

  1. bis zum Ohrläppchen,
  2. bis zu der weißen Stelle, an der keine Haare wachsen, zwischen Bart und Ohrläppchen, 
  3. bis zum Ende des rechten Jochbeins. 

 

 

Warum ankern?

 

Ohne einen konstanten und festen Ankerpunkt ist präzises Schießen auf unbekannte Entfernungen unnötig viel schwieriger. Es gibt immer mal ein paar Leute, die nur das Schießen ohne einen bewussten Ankerpunkt für Intuitiv und damit "richtig" erklären wollen. Diese Ansicht hat ein paar Nachteile.

  • Ein Ankerpunkt ermöglicht erst einen gleichlangen Auszug. Je weiter man den Bogen spannt, desto mehr Kraft braucht man, um ihn zu halten. Auf dem letzten Centimeter wird also mehr Energie im Bogen gespeichert, als auf dem Ersten. (Kraft mal Weg). Eine möglichst gleiche Energiemenge, zusammen mit einem möglichst gleichen Pfeil ergibt erst eine reproduzierbare Flugbahn, die Vorraussetzung für das anpassen der Flugbahn auf unterschiedliche Distanzen ist.
  • Ein Ankerpunkt ergibt auch einen Fixpunkt für die Richtung, in der der Pfeil abgeschossen wird, was selbstredend für das Treffen und Zielen wichtig ist.
  • Beides ermöglicht erst eine Konstanz für das Schießen. Ohne einen konstanten Schießstil ist es nicht möglich zu lernen, wie man mit der Ausrichten des Bogens die Höhe für die unterschiedlichen Schüsse anpassen kann.

 

Im nächsten Artikel habe ich mein Zielsystem beschrieben. Ich hoffe dies hilft Dir weiter.

Simon

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Beim Ablass kommen ein paar Bewegungen zusammen. Offensichtlich öffne ich den Riegel. Dabei bewege ich den Daumen vom Mittelfinger weg und strecke den Zeigefinger. Fertig. Zu Beginn kann es dir helfen, einfach alle Finger der Zughand zu entspannen/öffnen.

 

 

Dadurch, dass meine Arme jetzt nicht mehr den Bogen gespannt halten, bewegt sich zwangsläufig der Bogenarm nach hinten. Dies betone ich, in dem ich hier noch etwas Extrakraft mit rein bringe, um meinen Ellenbogen gezielt nach hinten zu drücken.

 

Vorteil: Abhilfe gegen ein mögliches Zusammensacken beim Ablass, und daher unkonstanterem und langsamerem Pfeilflug.

Nachteil: Gefahr des Überziehens.

 

Für mich überwiegt der Vorteil.

 

 

An der linken Seite drücke ich bereits vor dem Ablass aus der Schulter den ganzen Bogenarm nach vorne. Gleichzeitig mit dem Ablass kippe ich den Bogen nach vorne. Dieses „Kippen“ ist in der Literatur oft als Ḫaṭrah (Khatrah / خطره ?) beschrieben.

Vereinfacht ist das eben ein Kippen nach vorne, oder ein Rotieren zum Ziel hin des Bogens um seinen Griff … oder wie man das auch immer beschreiben will. Dies erreiche ich, indem ich kurz vor dem Ablass etwas druck mit dem Handgelenk aufbaue.

 

Vorteil: Verkürzen der Nullpunktdistanz.

Nachteil: Präzisionsverlust.

 

Für mich erhöht das komfortablere Zielen die Trefferquote mehr, als ich Präzision verliere. Das muss jeder selbst abwägen! Bei einem turkomorphen Hornkompositbogen würde dies auch eine Methode sein, die Wurfarme gleichmäßig zu belasten.

 

 Ablass Pfeile

 

 

Als Endpunkt für das Kippens verstehe ich eine Stelle im mag ich, was im Kitāb fī-l cilm an-Nuššāb beschrieben ist:

 

„Das untere Bogenende mag die Achselhöhle leicht streifen und der Bogen wird nach dem Lösen unter deinem Arm zu liegen kommen.“

 

 

Dies verstehe ich als ein Berühren der unteren Kasan an die Unterseite des Oberarms, wenn das Kippen vollständig durch ist. Ich lerne da gern dazu, und bis dahin freue ich mich daran, dass dies für mich funktioniert.

 

 

Solltest du einen Bogen schießen, der so lang ist, dass das Wurfarmende dich an der Flanke, oder Achsel berührt, zum Beispiel ein „Ungar“ oder sogar ein längerer Bogen, dann lass dieses Kippen einfach bleiben. Ist doch doof sich den Bogen in die Seite zu rammen.

 

 

Simon

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Seit 2010 praktiziere ich nun die Daumentechnik.

 

Ich begann nur mit dem Wunsch einen kürzeren und schnelleren Bogen als meinen damaligen Jagdrecurve zu schießen. Dabei steigerte sich mein Interesse für die türkischen Hornkompositbögen. Angeblich sollen diese riesig lange Pfeilflüge erreicht haben, zum Beispiel einen Schuss über den Bosporus, was ja bloß mal so ... 800m wären. Gleichzeitig sind sie in Relation zur Auszugslänge sehr kurz.

 

Darauf hin setzte ich mich mit Stephan in Verbindung. Er riet mir zu einem Nómad TRH Türken, also einem Bogen, der aus Holz und Kunststoffen laminiert ist, und sich in der Form an einem solchen traditionellen türkischen Hornbogen orientieren soll. Da meine Geduld kürzer war, als die damalige Lieferzeit des Bogens, begann ich meinen Jagdrecurve einfach mal trocken mit dem Daumen auszuziehen. Dies half mir im Nachhinein dann das Zuggewicht des bestellten Bogens zu beherrschen, auch wenn ich mich dabei rückblickend selten dämlich angestellt habe. Der TRH-Bogen hatte auf 28 Zoll ganze 38 englische Pfund Zuggewicht, was nicht nach besonders viel klingt. Jedoch bin ich nicht so ein Hobbit wie Stephan, und bei meinem Auszug von 32-33" sind es dann doch 50 Pfund gewesen. Auch ich möchte Einsteigern davon abraten. "Schnappt euch den leichtesten Bogen den ihr finden könnt!", ist wirklich nicht der schlechteste Rat, im Gegenteil.

 

Und so trainierte ich mit gelegentlichem Internetaustausch so vor mich hin, und bemerkte auch, dass mein Pfeilflug irgendwie immer schlechter blieb, als ich das von einem Jagdrecurve gewohnt war. Nach ein paar Experimenten hier und da hab ich mich auf das konzentriert, was ich habe. Dabei stachen dann die folgenden beiden Punkte heraus:

 

- Keine Ahnung

- Keinen Trainer

 

Das mit dem Trainer abzustellen war jetzt nicht so einfach. Der letzte Bogenbauer in ungebrochener osmanisch-türkischer Tradition, Necmeddin Okyay, verstarb leider 1973. Daher ging ich davon aus, dass keinen lebenden Menschen mehr mit Ahnung gab.

Ich wollte und will das Rad nicht neu erfinden, weshalb ich mich an die erhaltenen Handbücher halte. Darin sind damals kriegsrelevante Techniken festgehalten, und wenn da Leben von Abhängen wird das wohl funktioniert haben. Und da ich etwas funktionierendes möchte, halte ich mich da einfach so gut dran, wie ich kann, anstatt planlos herumzuprobieren.

 

Das Verständnis dieser Texte ist jedoch etwas schwieriger, als nur deren Wörter zu lesen. Ich hab einige der zahlreichen Handbücher sicher über 30mal gelesen, und lerne immer weiter an Stellen, die ich vorher anders oder nicht verstand. Auf diesem Weg wächst mein Wissen und Verständnis des Bogenschießens noch heute.

 

 

In der Anfangszeit zeigte sich immer ein ungenügender Pfeilflug. Die Pfeile wedelten, und das ließ sich nicht so einfach abstellen. Ich kenne drei Methoden um dieses Problem zu lösen:

 

1. Die erste Lösung, die ich aufgeschnappt habe ist von Dr. Murat Özveri. Er dreht beim Abschuss etwas nach links. Ähnliches wird im Kyudo (trad. japanisches Bogenschießen) und im Kuk Kung (trad. koreanisches Bogensch.) praktiziert, und funktioniert. Das es funktioniert finde ich super. Was mir nicht gefällt, ist dass ich die Texte einfach nicht so verstehe, um so eine Schießtechnik daraus zu interpretieren. Ich lerne gerne dazu, wo ich das falsch verstehe, und ändere dann meine momentane, hier beschriebene, Meinung gerne!

 

2. Die zweite Lösung, die ich dann auch lange praktizierte bietet Adam Swoboda. Er brachte Ende 2012 das Buch The Art Of Shooting A Short Reflexed Bow auf englisch heraus. Dieses bündelt viele Textquellen und ist dabei sehr anschaulich. Seine (damalige?) Interprätation einer Schießtechnik daraus, lernte Stephan bei einem Turnierbesuch in Toszek (in Polen) kennen. Die Quintessenz ist: Wenn der Pfeil an den Griff knallt, muss der Griff halt da weg.“ Adam Swoboda liest in den Quellen beschriebene Bewegungen so, dass sich dabei der Bogen etwas vom Pfeil weg („nach links“) bewegt. Auch dies funktioniert, was ich wieder toll finde. Auch ist dies deutlich näher an dem, was in den Handbüchern zu lesen ist, finde ich. Daher praktizierte ich dies so lange und sehr gerne. Danke dafür, Adam!

 

3. Im weiteren textquellenlesen kam ich dann auf eine, bei uns sehr gängige Methode das Pfeilwedeln einzustellen: Den (dynamischen) Spine. Dazu fand ich in mehreren Handbüchern mehr Erwähnungen, als zu den (trotzdem tollen) Interprätationen von den Herren Swoboda und Özveri. Klingt letztenendes banal, funktioniert auch, was ich wieder super finde und ist die Methode mit der (meiner Meinung und Lesart nach) größten Textquellendichte.

 

So, oder so ähnlich gehe ich im Idealfall vor. Auch wenn ich wohl nie fertig werde.

 

 

 

Auf den folgenden Seiten findet ihr nähere Beschreibungen dazu, wie ich mit dem Bogen schieße. Meine oberste Priorität ist eine hohe Textquellentreue. Als nächstes möchte ich eine hohe Pfeilgeschwindigkeit ich wähle Techniken, die mir am ehesten für „unser spätplastikzeitliches 3D-Scheibenschießen“ zu taugen scheinen. Ich lerne dabei konstant weiter, daher bitte ich darum, alles als möglicherweise schon veraltet zu betrachten. Es kommt einfach immer etwas dazu, manchmal irre ich mich, manchmal löst sich wieder ein Irrtum auf, oder ich ziehe weitere Quellen heran… Daher kann ich nur Momentaufnahmen während des Lernprozesses, und keine ausgeklügelte Perfektion bieten. Beachte bitte auch, dass auch mein Körpertyp mit hineinspielt. Ich bin mal eben 2m hoch und eher Typ Bohenstange, als Medizinball. Um das geschriebene für dich besser nutzen zu können, kann es hier und da nötig sein, einiges an deinen Körper anzupassen. Besser passende Schuhe fühlen sich ja auch besser an.

 

Ich möchte meinen Schießstil nicht geographisch verorten, oder gar an eine Ethnie binden. Trotzdem mag ich vor allem das überlieferte Bogenschießen aus dem östlichen Mittelmeerbereich. Ich finde die dort tradierten Bögen einfach am tollsten, und daher will ich die dazu passende Technik lernen. Ich mag auch nicht behaupten, ich würde türkisch schießen. Andere dürfen das gerne. Ich verstehe mich einfach nicht als Türke, und darum mag ich jedem Türken und jeder Türkin gerne die eigene Entscheidung überlassen, was - individuell - als eigene Tradition verstanden werden will. Ich bediene mich da bloß gerne, wie auch im überlieferten Bogenschießen anderer Kulturkreise, und es gibt auch viele Überschneidungen und fließende Übergänge. Danke für dein Verständnis dafür!

 

Angefangen mit dem Stand habe ich einzelne Technikelemente meines Schießstils hier aufgeschrieben. Ich hoffe sie helfen Dir weiter.

 

Du kannst diesbezüglich jede denkbare Frage stellen, und auch für Anregungen bin ich immer dankbar.

 

Gruß,

 

Simon

 

(Bei Fragen erreicht ihr mich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

 

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Die Bogenhand, oder wieder der Bogen gegriffen wird.

Ich kippe den Bogen mit "Vorspannung im Handgelenk" beim Abschuss nach vorne. Dies ist in den Handbüchern öfters und auch ausführlich, meist mit dem Namen Ḫaṭrah (Khatrah / خطره ?) beschrieben. Hier sind vorallem Saracen Archery von Latham und Paterson, sowie das Kitāb fī-l cilm an-Nuššāb ("Mamluk Kipchak"), übersetzt von Dr. Öztopçu, zu nennen. Darin geht es nicht ums Weitschießen oder Scheibenschießen, sondern um den Kriegsgebrauch, und beide Beschreiben diese Bewegung recht deutlich. Ich mag das Kippen, da es meine Nullpunktentfernung verkürzt, ohne die Pfeilgeschwindigkeit zu senken. Da beim 3D-Schießen kaum Ziele auf 90+ Meter stehen, sondern eher um die 30m, drücke ich mich so um einen Zielvorgang mit der Pfeilspitze, die in meinem Sichtfeld oft unter den Füßen des Ziels wäre.

 

Um nun noch weiter aufs Greifen des Bogens einzugehen, möchte ich vorwegnehmen, dass mein Bogengriff so aussieht:

Dies ist der von mir modifizierte Griff eines koreanischen Bogens. Der koreanische Bogen ist ein Kompromiss, und mit dem umgebauten Griff kann ich ihn so schießen, wie ich das will.*

 

(Hier liegt der Pfeil nur noch neben dem körperinnersten Gelenk des Daumens auf, weil der Bogen bereits im Auszug nach vorne gekippt ist. Dieses Kippen ist für den KTB nicht nötig. Ich mache das trotzdem, weil ich so schießen lernen will.)

 

Wichtig ist, dass Daumen und Zeigefinger entspannt sein, während die anderen 3 Finger den Griff fest greifen. Wenn man den Griff, wie in fast allen Handbüchern beschrieben fest greift, ergibt sich bei dieser, an türkischen Originalen orientierten Griffform, zwangsläufig ein gestrecktes Handgelenk.

 

Dann ist da noch der Aspekt, wie seitlich man den Bogen greift. Bei mir liegt genau die Mitte zwischen den beiden Falten auf der Innenseite der Finger, auf der Mitte des metn (Mitte des gewölbten Griffrückens).

 

 

Im nächsten Artikel habe ich meinen Riegel beschrieben. Ich hoffe der hilft Dir weiter.

 

 

Simon

 

* Ich bin überdurchschnittlich groß gewachsen was so ziemlich alle Bogengriffe an Serienbögen eh zu klein macht. Daher habe ich den Griff selber gemacht. So kann ich außerdem einen günstigen Serienbogen schießen, und brauche keine Maßanfertigung. Eine Maßanfertigung wär natürlich toll, das Bezahlen davon ist bloß schwieriger.

 

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Ich greife die Sehne mit einer so genannten "geraden 63". Gerade heißt, dass ich einen 90°-Winkel zwischen Daumen und Sehne habe, während ich ziehe. 63 ist nicht die Nummer des Griffes, sondern die Nummer für die Fingerstellung des Griffes. Die Araber haben ein System, mit dem sie an einer Hand von 0 bis 100 Zählen können. Wen das jetzt spontan interessiert, möge nach "Arabischem Fingerrechnen" schauen, wirklich wichtig ist es erst mal nicht.

Dazu greife ich die Sehne wie auf den Bildern:

 

 

Wichtig ist, dass zwischen Pfeil und Daumen etwas Platz bleibt (2-3mm ungefähr) und dass das körperinnerste Zeigefingergelenk über dem Pfeil bleibt. Beides ist wichtig für einen sauberen Ablass. Viele drücken auch gern den Pfeil mit dem Zeigefinger gegen den Bogen. Das halte ich für sinnvoll, wenn es nur darum geht, sanft den Pfeil auf dem Daumen der Bogenhand zu halten. Mehr Druck führte bei mir immer zu einem deutlich schlechteren Ablass. Daher schieße ich am liebsten ohne mit dem Zeigefinger gegen den Pfeil zu drücken, wenn ich kann.

 

Das eigentliche Verriegeln ist bei mir fast nur ein Pressen der Daumenspitze vor das Mittelfingergelenk, wie man im Bild sehen kann. Dies reicht völlig aus, um den Bogen zu ziehen. Ein "verriegeln" mit dem Zeigefinger führt bei mir immer zu einem schlechten Ablass und unangenehmem Druck auf den Daumennagel oder die Nagelhaut. Beides finde ich unnötig, da ich nur mit diesem Druck auf den Mittelfinger problemlos 80# ziehen und kontrolliert schießen kann. Diesen Druck des Daumens möchte ich besonders betonen, da er von vielen Schützen schlicht ignoriert wird. Dieser Druck vom Daumen entlastet meinen Zeigefinger sehr. Der Zeigefinger übernimmt natürlich auch Last vom Auszug, nur eben den kleinsten Anteil.

 

Im nächsten Artikel habe ich etwas zum Ankern geschrieben. Ich hoffe dies hilft Dir weiter.

 

Simon

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