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Mittel- bis kleiner Finger sind wie zur Faust zusammen gerollt („Kinderpistole“). Das Handgelenk ist gestreckt, der Handrücken zeigt nach oben.

Der Daumen greift unter dem Pfeil in die Sehne und läuft etwa waagerecht. Die Daumenspitze kann gegen den Mittelfinger gedrückt werden, das hilft die Kraft zu verteilen. Der Zeigefinger fasst das körperfernere Daumenglied möglichst nah an der Sehne und zeigt etwa senkrecht nach unten – er sollte nicht schräg vor der Sehne liegen. Eine große Kontaktfläche zwischen Daumen und Zeigefinger vermeidet schmerzhaften Druck auf den Daumennagel.




Der Zeigefinger hat Kontakt zum Pfeil und verhindert ein Herunterfallen, egal wie der Bogen geneigt wird. Dabei nur so viel seitlichen Druck geben, wie nötig ist um den Pfeil zu fixieren – zu viel ist störend. Diese Haltung macht Daumentechnik praktisch für Schüsse aus der Bewegung: Der Pfeil ist jederzeit auf seiner Auflage auf dem Daumen der Bogenhand fixiert.



-> weiter zum Schussablauf


(Anna)

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Im Unterschied zu einem Recurvebogen mit ausgeformtem Griffstück hält man den koreanischen Bogen fest. Das Handgelenk ist leicht Richtung Daumen und Handrücken gebeugt, der Druckpunkt beim RH-Schützen etwas links von der Mitte des Griffs. Der Pfeil wird auf dem Daumen der Bogenhand aufliegen, dessen Oberkante auf gleicher Höhe sein sollte wie die Oberkante des Griffs.

Der Bogen wird insgesamt leicht „verdreht“ gegriffen, die Sehne hat einen größeren Abstand zum Unterarm als beim Recurveschießen. Beim Auszug entsteht dadurch eine Drehspannung im Bogen, die durch Knicken des Handgelenks nach außen weiter verstärkt werden kann und nach dem Lösen zu einer Drehbewegung des Bogens führt (mehr dazu dann unter Ablauf).    


So findet man diese Position:

- Hand flach an die linke Bogenkante legen - der Griff läuft diagonal über die Handfläche
- Zufassen mit Mittel- bis kleinem Finger
- Zufassen mit dem Daumen – er sollte auf Höhe der Griffoberkante sein
- Den Zeigefinger beuge ich locker, damit er hinter dem Bogen „verschwindet“, manche Schützen strecken ihn auch in Richtung Ziel aus

 


So kann man seine Haltung kontrollieren:

- das Handgelenk ist leicht gebeugt
- ein etwa dreieckiger Abschnitt am oberen Rand des Bogengriffs, zwischen Daumen und Zeigefinger, ist nicht von der Hand bedeckt
- der Daumen ist auf Höhe der Griffoberkante
- wenn man den Arm ausstreckt, ist zwischen Unterarm und Sehne des Bogens etwa drei Fingerbreit Platz



-> weiter zur Haltung der Zughand



(Anna)

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Ich schieße meinen koreanischen Bogen intuitiv und vom Ablauf her ähnlich wie einen Jagdbogen. Ich greife als Erstes mit der Bogenhand, nocke ein und greife dann mit der Zughand. Danach kann ich mich voll auf das Ziel konzentrieren.

Ich halte den Bogen senkrecht und während des Ausziehens etwas höher als dann im Anker. Mein Ankerpunkt ist unter dem Ohrläppchen, weil es mir im Gesicht schwerfällt, sauber zu lösen (der Daumen muss sich ja dafür zum Körper hin bewegen). Im Vollauszug ist das Handgelenk der Zughand gestreckt und der Unterarm in einer Linie mit dem Pfeil. Da ein hektischer Ablauf der Präzision schadet, bleibe ich bewusst ein oder zwei Sekunden im Vollauszug. Hier eine kleine "Pause" zu machen ist anfangs praktisch, um Ruhe in den Ablauf zu bekommen und die folgenden Schritte nicht zu vergessen. Allerdings kann man sich das nur mit einem Bogen aus modernen Materialien erlauben. Ein reiner Naturbogen könnte Schaden nehmen, wenn er zu lange im Auszug gehalten wird.

Viele von anderen Bögen bekannte Varianten in Bezug auf Ausziehen, Ankerpunkt und Zielen (bewusst oder unbewusst) können auch hier funktionieren. Die Pfeilspitze ist, da rechts vom Bogen, je nach persönlicher Physiologie im Vollauszug nicht immer im Blickfeld des Schützen. Wer systemschießen will, muss also unter Umständen auf die linke Bogenkante als Referenz zurückgreifen.

Nach Erreichen des Vollauszugs kommt noch eine Besonderheit dieser Technik: Vor dem Lösen spannt man die Muskeln der Unterarmaußenseite des Bogenarms an, als wolle man das Handgelenk in Richtung Handrücken beugen. Natürlich leistet der Bogen Widerstand und man sieht von dieser Bewegung zunächst wenig. Im Moment des Lösens entlädt sich aber diese Drehspannung: Der Bogen dreht sich um eine senkrechte Achse. Die Sehne bewegt sich vom Unterarm weg, der Bogen minimal in die entgegengesetzte Richtung. Das lässt den Pfeil berührungslos passieren.


Bogenhand vor dem Ausziehen (links) und nach dem Schuss (rechts)


Wenn die Drehung funktioniert wie sie soll, scheint der Bogen Centershot zu haben:

- Man trifft nach wenigen Versuchen dort, wo man mit dem Bogenarm hin zeigt und nicht zwei Meter rechts davon (obwohl der Pfeil auf der anderen Bogenseite liegt als gewohnt)

- Der Abschuss ist sehr leise, weil der Pfeil den Bogen nicht berührt. Schlechtes Lösen oder Drehen führt zum Anschlagen des Pfeils und hörbarem "Klappern".

- Der Pfeilflug ist gerade ohne Wedeln. Und zwar mit nahezu jedem Spine.


Beim Lösen strecke ich Daumen und Zeigefinger und bewege die Zughand einige Zentimeter in einer geraden Linie entgegen der Pfeilrichtung, das birgt m.E. am wenigsten Gefahr zu verreißen. Nach dem Schuss ist der Bogen immer noch senkrecht, das linke Handgelenk stärker als vorher in Richtung Handrücken gebeugt, der Abstand zwischen Sehne und Bogenarm hat sich vergrößert, der Bogenarm ändert seine Position nicht, der Ellbogen des Zugarms bewegt sich in Richtung Rücken und etwas nach unten, die Zughand kommt auf der Schulter zu liegen.


Ablauf kurz:
Bogenhand – Einnocken – Zughand – Auszug – Drehspannung – Lösen – Nachhalten


-> weiter zu Hinweisen für das Training


(Anna)

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Die Grundlagen einer guten Bogentechnik sind unabhängig davon, mit welchen Fingern man die Sehne zieht. Das Treffen wird umso einfacher, je besser man den Bewegungsablauf verinnerlicht hat und präzise immer gleich ausführen kann. Das Üben dauert seine Zeit, aber schließlich läuft er größtenteils „automatisch“ ab. Hier wird es zum Vorteil, dass bei einem sehr kurzen Bogen mit geringem Eigengewicht auch kleine Fehler des Schützen deutlich erkennbare Folgen haben. Man hat jederzeit durch das Schussgeräusch, das Gefühl im Bogenarm und das Aussehen des Pfeilflugs eine direkte Rückmeldung und dadurch ein geringeres Risiko, sich Fehler anzugewöhnen.

Insbesondere der Pfeilflug ist ein wichtiges Kriterium. Bei guter Technik fliegt der Pfeil gerade und nur mit gutem Pfeilflug sind wirklich präzise Treffer möglich. Man kann hören, ob der Pfeil beim Abschuss am Bogen angeschlagen ist und sehen, ob er wedelt und wo er trifft. Denn ein Pfeil, der gerade fliegt, trifft dort, wo man mit der Bogenhand hin zeigt. Wenn er wegen Problemen mit dem Lösen oder der Bogenhand am Bogen anschlägt, wird er abgelenkt, fliegt unruhiger und trifft beim RH-Schützen deutlich weiter rechts.


Was gibt es konkret zu beachten?

- Stand: beim 3D-Schießen dem Gelände angepasst, generell lieber mit lockeren als durchgedrückten Knieen und ansonsten so, wie es bequem ist.

- T-Form (rechter Winkel zwischen Oberkörper und Armen) bei Schüssen nach schräg oben oder unten durch Knicken in der Hüfte beibehalten, damit die Auszugslänge sich nicht verändert.

- Konstanter Ankerpunkt, wo auch immer man ihn persönlich am liebsten hat.

- Bogendrehung nicht vergessen! Am Einfachsten merkt man sich das anfangs als separaten Schritt: Ausziehen – Ankerpunkt erreichen und halten – Spannung aufbauen - Lösen

- Lösen: Die Sehne sauber und ohne seitliche Ablenkung freizugeben ist anfangs eine Herausforderung. Hier kann Einem ein Video, insbesondere eine Zeitlupenaufnahme, schonungslos ehrlich den Stand der Dinge zeigen. Es ist hilfreich, die Zughand einige Zentimeter entgegen der Pfeilrichtung zu bewegen, um ein „Mitgehen“ nach vorne oder seitliches Verreißen zu vermeiden.

- Nachhalten: Dekorative Bewegungen, nachdem der Pfeil weg ist, helfen nicht weiter. Vielmehr geht es um eine Haltung auf die man hinarbeitet, um möglichst im Moment des Lösens keine Fehlerquellen zu haben. Es scheint zunächst schwierig, den Bogenarm ruhig zu halten, obwohl man mit diesem für die Bogendrehung aktiv eine Bewegung ausführt. In der Praxis schließt sich das nicht aus. Bogenarm und Schulter sollten den Bogengriff gerade in Richtung Ziel drücken. Die Bogendrehung ist eine Sache von Handgelenk und Unterarmmuskeln und davon unabhängig.


Und wie setzt man das um?

Ich empfehle ein Techniktraining auf kurze Distanzen, mit Passen von 3-4 Pfeilen. Das Trefferbild ist anfangs unerheblich. Eine kleine Markierung auf der Scheibe hilft, sich auf einen Zielpunkt zu konzentrieren. Bei guter Technik wird der Pfeil irgendwann von selbst dort stecken. Zu viel auf einmal zu verändern ist keine gute Idee. Man sollte sich immer ein Ziel setzen und auf einen Teil des Ablaufs besonders achten. Wenn dieser gut genug funktioniert, dass er automatisch abläuft, kann man sich einer neuen „Baustelle“ widmen.
Allgemein ist es ein gutes Zeichen, wenn der Pfeil bei der Mehrzahl der Schüsse nicht am Bogen anschlägt (kein Klappern zu hören) und ohne Wedeln fliegt.

Es ist sinnvoll, sich gelegentlich von einem Außenstehenden beobachten zu lassen. Derjenige muss keine Erfahrung mit dem Daumenschießen haben, solange er ein guter Bogenschütze ist werden ihm die kritischen Punkte auffallen. Gegebenenfalls kann man die eigene Schusstechnik auch in einem Video festhalten. Dann kann man sich selbst ansehen, was man verbessern kann.

Und natürlich kann der Austausch mit anderen Schützen hilfreich sein. Das kann jemand sein, der den gleichen Bogen schießt, aber wenn man genau hinsieht kann man auch beispielsweise von einem guten Langbogenschützen lernen, mit dem man auf einem Turnier in der Gruppe unterwegs ist. Eine Auswahl von Veranstaltungen, bei denen sich Daumenschützen treffen, findet sich unter Termine.
Mehr Artikel zu speziellen Aspekten des Daumenschießens gibt es im Bereich Der Erfahrene Daumen.


Fazit

Daumenschießen zu lernen muss nicht kompliziert oder umständlich sein und natürlich kann man so auch präzise Treffen. Spaß macht es obendrein. Selbstverständlich gilt wie überall: Übung macht den Meister.

Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren, Üben und Treffen! Vielleicht sieht man sich ja mal bei einem Turnier oder gemeinsamen Training.


Anna ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )


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Warum eigentlich Daumenschießen?

Für viele Bögen nach asiatischem Vorbild ist es die traditionelle Weise, sie zu benutzen. Wer den Bogen nicht nur als Dekoration gekauft hat, möchte sich möglicherweise auch mit der dazu gehörigen Schusstechnik beschäftigen. Denn Bögen und Technik wurden zusammen entwickelt und haben in dieser Kombination einige praktische Vorteile:

- Insbesondere bei einem sehr kurzen Bogen ist das Greifen mit dem Daumen einfacher als mit drei Fingern, die durch den spitzen Sehnenwinkel zusammen gedrückt werden.
- Durch die spezielle Haltung der Zughand hat man den Pfeil am Bogen sehr gut unter Kontrolle, was insbesondere Schüsse aus der Bewegung vereinfacht.
- Durch die Bogendrehung, eine weitere Besonderheit vieler Daumentechniken, braucht man keinen Armschutz und kann Pfeile sehr unterschiedlichen Spines sauber zum Fliegen bringen.


Und was auf keinen Fall vergessen werden darf: Daumenschießen macht vielen Menschen einfach Spaß!


Bogen und Pfeile

Meine Technik wurde mit koreanischen Bögen des Herstellers Kaya erprobt und ich kann diese weiterempfehlen. Auf ähnliche Weise kann man aber auch andere kurzen Bögen mit rundem oder ovalem Griff benutzen. Zum Techniklernen empfiehlt sich generell ein schwacher Bogen, obwohl man mit dem Daumen an sich dasselbe Zuggewicht bewältigen kann wie mediterran. Ein Nockpunktbegrenzer (z.B. Wicklung) sollte über dem Pfeil angebracht werden. -> Allgemeines zu Bögen

Da vielen Menschen ein weiter Auszug angenehm erscheint (ich ziehe z.B. zum Ohr), sollten Bogen und Pfeile für eine Auszugslänge geeignet sein, die ca. 2“ länger ist als eure bisherige beim Lang- oder Recurvebogen. Bei der Wahl der Pfeile ist man recht flexibel, ich empfehle am Anfang Carbon, z.B. Easton Powerflight 500. -> Allgemeines zu Pfeilen


Daumenschutz

Für alles über den ersten Versuch hinaus ist ein Daumenschutz nötig, bei einem schwachen Bogen kann das ein Handschuh oder Ledertab sein -> Daumenschießen mit Lederschutz.
Bei einem höheren Zuggewicht ist ein Daumenring empfehlenswert, weil er die auf den Daumen einwirkende Kraft besser verteilt. Für die koreanische Technik werden Ringe verwendet, bei denen das Daumengelenk stark gebeugt wird und die Sehne auf dem Ring liegt (-> Allgemeines zu Daumenringen).
Der Ring muss gut sitzen und zum Schützen und zur Technik passen. Man kann ihn aus Metall, Horn oder Kunststoff selbst herstellen oder fertig kaufen, wobei im letzteren Fall die Chancen schlechter stehen, dass er passt. Eine Ausnahme stellen die Daumenringe aus Kunststoff dar, welche auf den Fotos in meiner Anleitung zu sehen sind. Wir haben sie direkt in Korea gekauft und sie werden in vielen verschiedenen Größen angeboten, so dass hier viele Schützen etwas Passendes gefunden haben.


Benutzung des koreanischen Daumenrings

Die Öffnung des Rings ist oval. Man setzt ihn „quer“ auf und dreht ihn anschließend um 90°. Durch diese „Verriegelung“ kann man ihn nicht verlieren. Für optimalen Sitz beugt man den Daumen erst und schiebt den Ring dann so weit es geht nach oben, so dass er der Innenseite des Daumens flächig anliegt. Im Knick des Daumengelenks wird die Sehne liegen und diese Stelle schützt der Ring. Mit einem gut sitzenden Ring ist jedes Zuggewicht, für das die eigene Muskelkraft ausreicht, ohne unangenehmes Gefühl am Daumen zu bewältigen. Sollte der Ring etwas zu groß sein, kann man den Sitz verbessern, indem man etwas Pflasterband um den Daumen wickelt. Aber wie gesagt, mit einem schwachen Bogen kann man auch mit einem Handschuh oder „Tab“ aus Leder üben.




Reiterbogen?

Ich empfehle statt „Reiterbogen“ den Begriff „Reflexbogen“. Kurze Bögen aus verschiedenen verleimten Materialien wurden schon immer auch von „Fußgängern“ verwendet, manche sogar ausschließlich. Und heutzutage sind es nur sehr Wenige, die beritten Bogen schießen. Beim üblichsten Wettbewerb des traditionellen koreanischen Bogenschießens wird aus dem Stand auf eine 145m entfernte Scheibe geschossen.
Der starke Reflex im abgespannten Zustand ist hingegen tatsächlich ein Merkmal des Bogens unabhängig von seiner Verwendung. Ein Merkmal, das sich bei verschiedenen, historischen asiatischen Kompositbögen nachempfundenen Bogenmodellen findet.


Unterschiede zum Langbogen- und Recurveschießen

Der Daumen zieht die Sehne und wird vom Zeigefinger unterstützt. Der offensichtlichste Unterschied. Dabei kann bei geeignetem Daumenschutz dasselbe Zuggewicht bewältigt werden wie mit dem Dreifingerauszug.

Der Pfeil wird beim RH-Schützen rechts vom Bogengriff aufgelegt. Das scheint zunächst eine große Umstellung beim Zielen zu fordern. Oft geht der erste Pfeil an der Scheibe vorbei. Aber wenn die Technik komplett ausgeführt wird (die Bogenhand spielt hier eine wichtige Rolle), fliegt der Pfeil in die Richtung, in die man mit dem Bogenarm zeigt und man kann problemlos intuitiv oder System schießen.

Der Bogen wird fest gehalten und beim Schuss aktiv bewegt. Das ist ungewohnt, aber sehr praktisch.  Bei richtiger Ausführung der Bogendrehung spielt der Spine des Pfeils nur eine untergeordnete Rolle und es ist möglich, verschiedenste Pfeile sauber zum Fliegen zu bringen. Umgekehrt bedeutet ein schlechter Pfeilflug meist, dass beim Lösen oder bei der Technik der Bogenhand Trainingsbedarf besteht. Neue Pfeile zu kaufen nützt hier selten.

Ja, man kann jeden Bogentyp mit dem Daumen ausziehen. So kann man z.B. als RH-Schütze einen LH-Recurve testen und den Pfeil rechts auf das Shelf legen. Die Bogendrehung könnte aber Bögen, die dafür nicht gemacht sind, schaden.

Ja, ein kurzer, leichter Bogen ohne Bogenfenster oder Shelf ist bauartbedingt anspruchsvoller als ein Lang- oder Recurvebogen. Bei guter Technik kann man aber auch mit Diesem präzise schießen.

 

-> weiter zur Haltung der Bogenhand

 

(Anna)

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